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Aktueller Projektstand

Bisherige Ergebnisse & Entwicklungsstand von WAFA

Der Projektzeitplan umfasste alle wesentlichen Phasen – von der Vorbereitung und Konzeptentwicklung über die Vergabe der externen Projektbegleitung und des IT-Realisierungspartners bis hin zur Umsetzungsphase mit Implementierung, Testbetrieb und Fehlerbehebung.
Bereits zu Beginn der Konzeptionsphase wurde eine umfassende Umfrage unter allen 98 Gesundheitsämtern in Bayern und Thüringen durchgeführt. Ziel war es, einen vollständigen Überblick über die eingesetzten Systeme, Nutzungsschwerpunkte, bestehende Schnittstellen und Optimierungsbedarfe zu gewinnen. Auch Anforderungen an eine neue, einheitliche Lösung wurden systematisch erhoben. Die hohe Beteiligung bestätigte das große Interesse der Ämter und unterstrich die Relevanz von WAFA. Gleichzeitig machte die Vielfalt bestehender Lösungen den dringenden Bedarf nach Standardisierung deutlich. Die Ergebnisse lieferten wertvolle Impulse für eine passgenaue und zukunftsfähige Fachanwendung.
Aus der Konzeptionsphase heraus entstand eine umfassende und eine den Bedarfen der Gesundheitsämter entsprechende Leistungsbeschreibung mit einem sehr hohen Detailgrad. Insbesondere fachliche Anforderungen konnten durch die hohe Einbindung der späteren Endnutzer und Stakeholder spezifiziert werden. Im März 2024 konnte WAFA europaweit über ein mehrstufiges Verhandlungsverfahren ausgeschrieben werden.
Der Zuschlag erging im zweiten Halbjahr 2024 an einen IT-Realisierungspartner mit einer bestehenden Fachanwendung im Bereich Wasserhygiene. Damit konnte nahtlos an die Ergebnisse der Konzeptionsphase angeknüpft und direkt in die Umsetzung übergegangen werden. Um Anforderungen frühzeitig, schnell und praxisnah mit den späteren Endanwendern der WAFA-Anwendung abstimmen zu können und gleichzeitig die Akzeptanz zu erhöhen, wurde im Februar 2025 das WAFA-Expertenboard ins Leben gerufen. Es setzt sich aus Vertretende von neun Gesundheitsämtern zusammen, die das Projekt mit Fachwissen aus der Praxis unterstützen.
Gleichzeitig erfolgte unmittelbar nach dem Zuschlag für den Bieter der Start erster Praxis-Tests der Bestandsanwendung mit zwei Gesundheitsämtern aus Bayern und Thüringen. Die Gesundheitsämter sind eng in die Projektarbeit eingebunden. Sie bilden in der Projektorganisation die Schnittstelle zur Praxis, da sie später nutzerseitig die größten Berührungspunkte mit den Projektergebnissen haben werden. So werden etwaige Bedenken, Anregungen und Feedback frühzeitig agil berücksichtigt.

Perspektive

Mit dem Start des Rollouts tritt das Projekt WAFA in eine neue, entscheidende Phase ein. Der Rollout der Wasser-Fachanwendung verfolgt das Ziel, eine einheitliche und effiziente digitale Lösung in den Gesundheitsämtern Bayerns und Thüringens zu etablieren. Dabei umfasst der Rollout nicht nur die technische Einführung, sondern auch die fachliche und methodische Begleitung, um eine nachhaltige Implementierung zu gewährleisten.
Im Sinne der Fördervorgaben des Pakts ÖGD wird WAFA zudem so konzipiert, dass eine Nachnutzung durch weitere Bundesländer möglich ist. Damit gewinnt das Projekt über die Landesgrenzen hinaus an Bedeutung.